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| Kein Kind wie alle anderen |
| Wahre Geschichte – Erstveröffentlichung 1988 |
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Und als ob diese sechs Jungen und Mädchen noch nicht reichen würden, betritt auch noch ein verwirrtes Elternteil die Szene. Ladbrooke, Mutter der autistischen Leslie, eine höchst elegante Person, verführerisch, über die Maßen schön, doch gleichzeitig Alkoholikerin mit vielen wechselnden Männerbekanntschaften, und ausgesprochen feindselig eingestellt. Das Herz dieses Buches ist die Freundschaft, die sich allmählich zwischen Torey und Ladbrooke entwickelt. Dadurch erfahren wir, welch unterschiedlich Ausprägungen die Liebe annehmen kann. Ladbrooke möchte eigentlich “nur ein weiteres Kind” in der Klasse von Torey sein. Der umgangsspachliche Buchtitel (im Englischen “Just Another Kid”, Anm. d. Übers.) unterstreicht gleichzeitig das Anliegen dieses Buches: dass das Leben nur dann voll ausgelebt werden kann, wenn man sich in Beziehung zu seinen Mitmenschen stellt. Und diese Erinnerungen einer bemerkenswerten Lehrerin überzeugen den Leser davon, dass eine sehr herausfordernde Erziehungsaufgabe, wenn sie nicht länger als sowieso hoffnungslos angesehen wird, in höchstem Maße belohnt werden kann. |
| Anmerkungen der Autorin |
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Voller Sorge darüber, dass ihre Verleger diese Abweichung von der vorher gelieferten Inhaltsangabe nicht gut finden könnten, schickte sie ihnen panikartig das 250 Seiten starke, unvollendete Manuskript noch über Weihnachten zu, nur um zu erfahren, dass sie so weiter schreiben sollte. Glücklicherweise mochte jeder “die Geschichte, die sich selber schrieb”. |
| Wo sind sie heute? |
| Dirkie ist nun über 30. Er kann bis heute nicht allein leben, ist also in einem Heim, das ihm auch Arbeitsmöglichkeiten bietet.
Torey weiß nicht, was aus Mariana geworden ist. Leslie wird bald 30. Sie hat sich gut entwickelt, auch wenn sie immer noch sehr autistisch ist. Folglich kann sie nicht allein leben. Sie ist bei Tom. Aber sie hat sich gut angepasst und genießt das Leben. Tom hat wieder geheiratet. Torey weiß von Geraldine nur, dass sie immer noch in Nordirland ist. Shamie ist heute über 30 und lebt auch wieder in Nordirland, wo er als Beamter tätig ist. Er schreibt den Lesern folgendes: Hallo, ich bin Shamie aus dem Buch KEIN KIND WIE ALLE ANDEREN..
Shemona ist jetzt über 20. Sie lebt nach wie vor in den USA. Sie arbeitete lange in Public Relations, unterrichtet nun aber seit kurzem: Sie schreibt folgendes: Hi, ich schreibe nur, damit ihr wisst, dass es mir gut geht und ich ein recht schönes Leben führe. Ich habe einen Uni-Abschluss in Pädagogik, doch ich habe nicht sehr lange als Lehrerin gearbeitet. Es war dann doch nichts für mich. Also arbeite ich nun in einem Schulbuchverlag, der neue Unterrichtsmaterialien herstellt. Ich habe vor vier Jahren meinen Freund geheiratet und wir haben nun eine zweieinhalb Jahre alte Tochter, Rosheen. Und ich habe dann noch mein anderes Baby, Ronnie, den Burma-Kater. Ich glaube, das ist es. Ladbrooke ist wieder in die Forschung zurück gegangen. Vor einigen Jahren hat sie sich von ihrem zweiten Mann scheiden lassen. Torey und sie sind immer gute Freundinnen geblieben: Eigentlich wollte ich nichts für diese Site schreiben. Als Torey mich fragte, fühlte es sich für mich zunächst irgendwie wie ein Eindringen in meine Privatsphäre an, so als müsste ich alles von früher wieder neu zugeben, diesmal sogar in der Öffentlichkeit, und wie schlimm die Dinge damals für mich waren. Also sagte ich zu Torey, schick’ denen einfach meine besten Wünsche. Aber ich ging immer wieder zu ihrem Message Board und las da “heimlich” die Beiträge, und noch öfter kam ich hier zur Website und zu “unserer” Seite, und las sie immer und immer wieder, weil ich mich dadurch fühlte, als wäre ich wieder zurück in der Zeit, welche keine gute Zeit war, denn es war eine schwere Zeit, aber ihr wisst schon... Ich glaube, ich kannte diese Seite hier bald auswendig. Ich las immer wieder, was “Shamie” und “Shemona” geschrieben haben und dachte immer “ich will da auch sein”. Ich wollte als Teil jener Klasse anerkannt werden, weil es ja wahrlich auch “meine” Klasse war! |
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